Apple-Manager wegen Korruption festgenommen

Weil Paul Shin Devine, ein Manager bei Apple, von sechs asiatischen Zulieferfirmen mehr als eine Million US-Dollar Schmiergeld bekommen haben soll, wurde er in San Jose, Kalifornien, festgenommen.

Eine offizielle Aussage eines Firmensprechers von Apple zu diesem Thema macht deutlich, dass es der Firma um “höchste ethische Standards bei Geschäften” geht und “unlauteres Verhalten” nicht toleriert werden könne.

Lieferanten in Südkorea, China und Singapur hätten das Geld in unauffälligen Beträgen auf das Konto von Devines Ehefrau überwiesen, um an günstige Verträge mit Apple zu gelangen. Devine sei seit Juli 2005 bei Apple beschäftigt gewesen; zu seinen Aufgaben gehörte es, Lieferanten für Komponenten der iPod-Reihe auszuwählen.

[via WSJ]

Apples Produkt-Politik (Teil 1/3)

Apple hat sich seit 2000 als erfolgreichster Aufsteiger in der Computerbranche bewiesen. Mit dem iPod gelang der kalifornischen Firma der Durchbruch zum sogenannten Consumer Market. Warum aber hat Apple keine Kunden, sondern Fans? Wie schafft man Produkte, die eigentlich kaum neue Features haben, aber trotzdem erfolgreich und oftmals wesentlich teurer als vergleichbare Konkurrenzprodukte sind?

Teil 1: Design und Einfachheit

Viele iPod-User werden anfänglich vermisst haben, das Dateisystem selbst zu verwalten, sprich, über Explorer oder Finder Ordner anzulegen und dort MP3-Dateien für unterwegs zu speichern. Das ist zumindest, was Standard bei MP3-Playern um die Jahrtausendwende war. Und dann kam Apple. Für iPods selbstverständlich war, anders als die Konkurrenz zu sein. Klingt ganz nach einem typischen Businessmeeting – “wir müssen uns von den anderen abheben”, “wir müssen ungewöhnlich sein”. Das übliche Gelaber nahm Apple allerdings ernst und hat eifrig sämtliche vorhandenen Standards umgekrempelt.

Mit iTunes bot Apple erstmals die Möglichkeit, vollautomatisch Musikdateien zu verwalten und mit iPods zu synchronisieren. Das war auf den wichtigsten Plattformen, Windows und Mac, möglich (Linux war unrelevant, da zu wenig Marktanteil, und Mac OS X musste selbstverständlich mit ins Boot). Eingefleischte Windows-User waren größtenteils empört und verstanden nicht, warum die Firma ihren Kunden den Zugriff auf das Dateisystem vorenthielt.

Hier hat Apple eine Sache richtig gemacht – und eine andere einfach nur gut dargestellt: Die größte Konkurrenz, Microsoft, wurde offensiv behandelt. Für bisherige Standards – also das Betriebssystem Windows – wurde Kompatibilität angeboten, um diesen Markt zu gewinnen. Die andere Sache, der Zugriff auf das Dateisystem, hat Steve Jobs elegant an die Kunden verkauft: Warum nicht gleich automatisch synchronisieren? Warum nicht gleich eine Komplettlösung bieten, die simpel ist und als Audioportal fungiert? Sicherlich hatte Windows Media Player ähnliche Features, aber die Synchronisation von iTunes und iPod war einfach reibungsloser.

Nächste Sache. Wer braucht MP3-Player mit wechselnden Hintergrundfarben? Weder 2001 noch heute wirklich beeindruckend, winkte Apple dankend ab und stellte ein unauffälliges Gerät, den iPod, mit wenig spektakulären Kopfhörern her, die später zum Kult werden sollten.

Ähnlich war es mit Macs. Die Rechenleistung von vielen Macintosh-Computern ist heute immer noch im oberen Drittel des Möglichen, dennoch nutzte man nie den maximalen Spielraum aus. Prozessoren wurden nur dann verwendet, wenn diese Stabilität vorwiesen und auch nach langen Tests einwandfrei ins Ökosystem der Computer passten. Der Preis war dennoch hoch. Aber man zahlte nicht für die Komponenten oder für Managerboni.

Man zahlte dafür, einen einwandfrei funktionierenden Computer zu bekommen. Das Design spielte hier auch eine große Rolle. Minimalistisch gestaltet sind Macs heute noch zeitlos. Man lehnte sich an Erfolgsprodukte der oberen Klasse aus der Vergangenheit an. Beispielsweise hat sich Jonathan Ive, der Senior Vice President of Industrial Design bei Apple (also der Produktdesigner), an deutschem Design der 1960er Jahre orientiert. Der iPod entspringt dem Pocket Radio T3 von Braun, der iMac einem Lautsprecher – ebenfalls von Braun.

Das Design, was sich damals bewährt hat, ist heute noch erfolgreich. Dies wurde uns deutlich bewiesen. An Standards anknüpfen funktioniert tatsächlich – und diese Standards müssen nicht immer aktuell sein. Vorauszudenken und gleichzeitig über Erfolge der Vergangenheit zu reflektieren – dazu gehören Intelligenz und Wissen.

Links zur Serie:

Appspodcast #63 – Eisläufwelt

Herzlich Willkommen zum Appspodcast! Diese Woche regen wir uns auf, versprechen uns und reden in unser iPhone. Hier die Themen im Überblick:

News:
-Neuerscheinungen: The Incident, Solipskier
-Kommende Apps: Gangstar: Miami Vindication
-Rage Techdemo läuft mit 60 fps auf dem iPhone 4
-Entwickler bekommen Zugriff auf eine Gamecenter Sandbox

Angetestet:
-Time Crisis Strike, 3,99€ Time
-Minesweeper Island, 0,79€ Minesweeper

Tests:
-Tilt to Live, 2,39€ Tilt
-Dragon Dictation, kostenlos Dragon

Audiokommentar:
-Twitbird von Felix, kostenlos bis 3,99€ NibiruTech
-JB: MakeItMine von Gerrit

Minis:
-Paper Pilot, 1,59€ Paper
-Angry Viking, 1,59€ Angry

Aufreger der Woche: Camera+ und der Volume Snap

Wir bedanken uns fürs Zuhören und würden uns über Feedback freuen!
Außerdem freuen wir uns natürlich auch, wenn ihr den Podcast in iTunes abonniert, wo ihr ihn auch hören und herunterladen könnt, falls ihr das noch nicht getan habt ;-)

Wichtig: Dieser Beitrag und die dazugehörige Podcastfolge stehen nicht, wie der Rest von Touch-Mania.com, unter der Creative Commons Lizenz sondern unter dem Copyright der auf Appspodcast.com aufgeführten inhaltlich Verantwortlichen! Ein direkter Download der Audiodatei ist hier möglich.

News: iPhone GameCenter wird für Release vorbereitet

Nachdem Apple das GameCenter seit iOS 4.1 Beta 3 von iPod touch 2G und iPhone 3G entfernt hat, bietet die Firma Entwicklern nun an, ihre Apps mit dem GameCenter kompatibel zu machen.

GameCenter speichert Achievements und Highscores online und lässt die Spieler gegen Freunde antreten. Apple steigt somit ins Social Gaming-Business ein und bringt mit der Matchmaking-Technologie, welche für jeden Spieler einen Mitspieler gleichen Niveaus finden soll, die Konkurrenz wieder ins Schwitzen.

So wie es momentan aussieht, werden wir das GameCenter zusammen mit iOS 4.1 bekommen. iOS 4.1 soll auf dem iPod-Event in naher Zukunft vorgestellt werden.

iPad-User werden sich noch bis zum Release von iOS 4 für iPad gedulden müssen. Vorher wird da wahrscheinlich nichts passieren.

[via MacNotes]

News: Gameloft-Aktionen und neue Games

Gameloft war mal wieder fleißig an der Arbeit und hat diese Woche Let’s Golf! 2 für iPad herausgebracht. Es wurde ein komplett neues Game, “Gangstar: Miami Vindication”, angekündigt, welches der Nachfolger von “Gangstar: West Coast Hustle” sein wird. Die Gangstar-Serie lehnt sich an GTA an und ist bis jetzt ziemlich gut gelungen.

Let’s Golf! 2 ist, wie der Titel vermuten lässt, ein Golf-Game, das süß aussieht und Kenner begeistern wird. Auf dem iPad wird das Erlebnis durch den größeren Screen verbessert und man kann auch gerne mal gegen Freunde spielen. Das Game kostet € 3,99 im App Store und ist bereits zum Download (satte 346 MB) verfügbar.

Zu den Aktionen: Die momentan aktuelle Version “Gangstar: West Coast Hustle” ist für sämtliche iDevices für nur € 0,79 erhältlich. Solange das Angebot steht, sollte man da zugreifen, da es vorher fast das Vierfache gekostet hat. Und das Spiel ist verdammt gut.

N.O.V.A. HD fürs iPad ist ebenfalls durch das Angebot für nur € 0,79 erhältlich – hier gilt für Sci-Fi-FPS-Fans: laden, bevor es wieder teurer wird.

Zum Schluss noch der Trailer von “Gangstar: Miami Vindication” auf YouTube. Sieht ganz nach einem must-have aus.

QuakeCon’10: id Software stellt Grafikwunder “Rage” auf dem iPhone vor

Es war wohl das Highlight des Tages. Nicht für PC und Konsolen Veterane, aber doch sehr wohl für die iOS-Szene.

Auf der diesjährigen QuakeCon 2010 stellte John Carmack, Mitgründer und Programmierer von id Software, ein wahres visuelles Spektakel vor. Die Rede ist vom Ego-Shooter Rage, dessen Konsolenversion bereits auf der E3 präsentiert wurde.

Gestern hingegen widmete man sich ganz der iPhone Variante, die wirklich bombastisch aussieht. Grund dafür ist wohl die portierte id Tech 5 Technologie, welche erstmals bei Rage zum Einsatz kommt.
Laut Carmack soll das Spiel trotz der großartigen visuellen Hülle sowohl auf dem iPhone 4 als auch auf dem iPhone 3GS mit 60 FPS flüssig laufen.
John Carmack zeigte sich von der heutigen Technologie im mobilen Sektor begeistert und überzeugt.

“Just the idea, that I pull it out of my pocket and the machine there, could kill anything on a previous generation console, like an Xbox or Playstation 2.”

Rage für das iPhone befindet sich momentan in der Entwicklung und wird dieses Jahr lediglich in Form einer Techdemo im App Store landen. Eine größere Version ist für nächstes Jahr geplant.

Den Mitschnitt der gestrigen Vorstellung findet ihr bei den Kollegen von Kotaku.

Ach übrigens: Aufgrund des noch bis zum 15. August laufenden Events, finden sich id Software Spiele preisreduziert im App Store. Interessant für die deutsche iPhone-Gemeinschaft ist lediglich der on-rails Shooter Doom Resurrection (1,59€ - iTunes Link) sowie DOOM II RPG (0,79€ – iTunes Link).

Redsn0w jailbreakt auch iOS 4.0.2 auf iPhone 3G

Wer den offiziellen PDF-Exploit-Fix von Apple auf seinem iPhone haben wollte und sich aus diesem Grund mit einem Update auf iOS 4.0.2 seinen vorherigen Jailbreak zerschossen hatte, kann jetzt aufatmen. Das Redsn0w-Paket kann auch iPhone 3G-Geräte mit installiertem iOS 4.0.2 jailbreaken.

Ein Tutorial in englischer Sprache und die dazu passenden Downloadlinks findet ihr bei Redmondpie.

Wichtiger Hinweis: Der Jailbreak klappt ausschließlich mit dem iPhone 3G und dem iPod touch 2G (nicht-MC-Modelle). Ältere iPhones, das iPhone 3GS, iPhone 4 und iPad wurden entweder mit Misserfolg getestet oder wurden noch gar nicht getestet. Daher solltet ihr auf genannten Geräten das Update vorerst nicht installieren, da ihr so wie es jetzt aussieht sonst später nicht mehr jailbreaken könnt.

[via Redmondpie]

Times für iPad, Newsreader

Dustin MacDonald, ein sehr talentierter junger Programmierer und Designer, hat seinen erfolgreichen und verdammt hübschen Mac-Newsreader nun auch aufs iPad gebracht. Wer bereits Flipboard verwendet hat, sollte sich bei Times sofort zurechtfinden.

Times funktioniert mit gewöhnlichen RSS- und Atom-Feeds und stellt diese in einem genial gestalteten Zeitungslayout dar. So hat man einen perfekten Überblick von seinen Feeds und kann den kompletten Inhalt auch gleich direkt in der App anschauen, muss also nicht zu Safari wechseln. Interessante Artikel können in einer Ablage gesichert werden, die jederzeit abrufbar ist. Es gibt zudem noch Sharingfeatures für Email, Facebook und Twitter.

Man kann mehrere Seiten für News einrichten und deren Inhalte beliebig anordnen. Vorschaubilder werden selbstverständlich auch angezeigt.

Der Preis liegt bei €5,99 – das hat der Entwickler meiner Meinung nach aber auch verdient.