Erinnerung: Google Reader geht morgen in Rente

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Nach 8 Jahren müssen wir uns leider von unserem geliebten Google Reader trennen, denn morgen wird ihm der Stecker gezogen. Der Dienst, der 2005 erstmals als Google Labs Projekt an den Start ging, wird am 1. Juli abgeschaltet.

Jetzt ist also der beste (und vielleicht sogar der letzte) Zeitpunkt eure Daten per Google Takeout exportieren zu lassen. Diese könnt ihr anschließend bei einem neuen RSS-Dienst eurer Wahl hoch laden. Seit dem bekannt ist, dass der Platzhirsch Google Reader verschwunden ist, ist der RSS-Markt aufgeblüht wie noch nie. Da Reader die Monopolstellung abgibt, herrscht wieder etwas Innovation in diesem Bereich. Um euch die Arbeit zu vereinfachen, folgt nun eine Liste einiger erwähnenswerter Alternativen:

Feed Wrangler

Feed Wrangler scheint in der Blogger-Community zurzeit hoch angesehen zu sein. Programmiert wird der Dienst von David Smith und kostet $19 im Jahr. Dafür gibt es den Dienst, eine kostenlose iOS-App (iPhone als auch iPad), sowie eine API und eine Web-Ansicht, die… verdammt hässlich ist. Das kann uns aber egal sein, denn Silvio Rizzi, der Entwickler von dem wunderbaren RSS-Client Reeder, hat Support für den Dienst in allen Apps angekündigt. Wann diese Updates aber erscheinen sollen, ist ungewiss.

Eine der interessantesten Funktionen von Feed Wrangler ist Smart Streams, mit denen es möglich ist, sich Feed-Einträge filtern zu lassen.

Fever

Fever ist der Dienst meiner Wahl. Wie auch bei Feed Wrangler, wird Reeder diesen Dienst in naher Zukunft unterstützen. Die iPhone-App versteht sich jetzt schon mit Fever, ist aber nicht die beste App, die man dafür nutzen kann. Falls euch die einmaligen Kosten von $30 und die Installation auf einem eigenen Server nicht abschrecken, kann ich euch nur Sunstroke ans Herz legen, da dies die derzeitige beste App für iOS ist.

Digg Reader

Diggs Ziel mit ihrer Interpretation eines RSS-Readers, war und ist es, den Google Reader in einem ersten Schritt so gut wie möglich nachzuahmen. Das scheint ihnen gelungen zu sein. Obwohl Digg Reader noch so einige Bugs hat, erinnert er doch sehr an Googles Original in schön. Bisher gibt es nur die offizielle App für iOS, aber Digg hat uns allen eine API versprochen, die an die Google-API angelehnt ist.

Feedly

Feedly ist ganz schnell zu einer hochangesehen Alternative gewachsen. Ich selbst habe zwar noch nicht mit dem kostenlosen Dienst gespielt, hörte aber bisher nur gutes. Ach ja: Reeder wird auch Feedly unterstützten können.

Feedbin

Feedbin ist der letzte Dienst auf meiner Liste. Für $2 im Monat kriegt ihr einen relativ schönen Dienst, der integrierten Readability-Support hat. Das ist deswegen wichtig, weil ihr gekürzte Feeds so in voller Länge anzeigen könnt. Und natürlich wird Reeder auch diesen Dienst unterstützen. Wundert wohl mittlerweile keinen mehr oder?

Das sollte für den Anfang reichen. Google Reader wird zwar vermisst werden, aber nur für kurze Zeit, denn es gibt definitiv genug Alternativen und es werden sicher noch mehr erscheinen. Und bestimmt wird Reeder die auch unterstützen.

Autor: Kevin Wammer
22 Jahre. Blogger, Redakteur, Mitgründer, Podcaster, Gamer, Halb-Italiener, Halb-Luxemburger, Prokrastinat, Buzzword 1, Buzzword 2.
  • netsurfer912

    Google hat so viele unnötige Dienste die niemand nutzt. Ausgerechnet Reader (welcher sogar das “RSS-Monopol” hatte) wird nun abgeschaltet … Wieso?

    • Vectrex71

      Weil Google schon lange nicht mehrvdas Google ist was wir allevso liebten. Bon wegen “Sei nicht böse” ! Google wurde der grösste Drecksverein in den letzten, sagen wir mal 12-15 Monaten! Ich als ehemaliger Google Fan kann diese Bude langsam aber sicher kaum mehr ausstehen! Aber soll man. Tumblr statt Blogger! Vimeo dtatt YouTube? Man kommt einfach nicht um den Dreck herum :-(