Google stellt Chromebook mit Retina-Bildschirm vor

Gestern Abend stellte Google einen eigenen Retina-Laptop vor, ein Chromebook, der auf den Namen Pixel getauft wurde. Verfügbar werden zwei Versionen sein, eine etwas günstigere Version mit WLAN und eine etwas teurere mit zusätzlichem LTE-Modem.

Bei dem 12,85 Zoll großem Bildschirm, mit einem Seitenverhältnis von 3:2, handelt es sich um einen Multi-Touch fähigen Bildschirm mit Gorilla-Glas, der mit einer Auflösung von 2560 x 1700 arbeitet und somit 239 ppi schafft. Das 13″ Retina Macbook Pro schafft 227 ppi und das 15″ Modell 220 ppi. Dies ist ein minimal geringerer Wert, dennoch kann Google nun mit dem schärfsten Bildschirm werben, auch wenn dieser Unterschied überhaupt nicht sichtbar ist.

Auch beim Gewicht kann das Chrome Pixel leicht punkten, denn es ist mit 1,53kg etwa 100g leichter als das 13″ Retina Macbook Pro. Das Gehäuse des Chrome Pixel besteht aus eloxiertem Aluminium und setzt auf ein eckiges Design. Ein Glas-Touchpad mit beleuchteter Tastatur ist ebenfalls vorhanden.

Bei den inneren technischen Daten können dann aber die Macbooks wieder einiges aufholen, denn im Chrome Pixel werkelt nur ein mit 1,8GHz getakteter Dual-Core i5 Prozesser, der somit fast 1GHz langsamer ist als im 13″ Retina Macbook Pro. Auch die Akkulaufzeit, die mit bis zu 5 Stunden angegeben wird, sowie der Speicherplatz, der mit einer 32GB SSD in der normalen und einer 64GB SSD in der LTE Version ausfällt, ist nicht sonderlich gut und deutlich schlechter als bei der Konkurrenz. Aufgrund des geringen und nicht erweiterbaren Speicherplatzes, gibt Google für 3 Jahre ein Terabyte Onlinespeicher bei Google Drive kostenlos hinzu. FunFact: Bei einem 100MB pro Monat LTE Vertrag würde es ganze 833 Jahre dauern, bis 1TB Daten auf Google Drive hochgeladen wurden. Die 4GB Ram können auch nicht richtig überzeugen.

Weiterhin hat das “Pixel” zwei USB 2.0 Anschlüsse, einen MiniDisplay-Port, einen SD-Kartenleser und einen Combo-Port für Kopfhörer und Mikrofon. Der wohl größte Haken ist allerdings, dass Google auf sein eigenes Chrome OS als Betriebssystem setzt. Bei einem Gesamtpreis von 1300$ für die Standard-Version beziehungsweise 1500$ für die LTE-Version, die voraussichtlich nur in den USA erhältlich sein wird, stimmt hier das Preis/Leistungs-Verhältnis nicht. Erste Modelle werden im Frühjahr erwartet.

Autor: Philipp Nieting
18 Jahre alt, iOS- und OSX-Nutzer sowie Autor bei Apfeltech. Neben Apple interessiere ich mich für die Musik, komponiere und improvisiere am Klavier.
  • Martin4s

    Nachmache!!:)

  • LB4Life

    Also der sieht mal ganz verdächtig aus..
    Ich würde mal sagen, die Jungs von GOOGLE haben wohl bei der Konkurrenz ein Auge liegen lassen um sich dort das Design abgucken zu können ;)

  • xXSimonXx

    Viele sagen des und des IST “billigschrott”…aber DAS IST TEURER SCHROTT…

  • Nick

    Na dann doch lieber ein Apple Macbook mit Retina. Richtig schlechte Nachmache…

  • Mona

    Es ist seltsam dass ihr die technischem Spezifikationen vergleicht mit differenzierten Geräten. Man sollte sollte nicht vergessen dass es NUR ein Browser ist,mit Abstand der wohl teuerste. Jedoch sind dafür die integrierten Komponenten völlig ausreichend…

  • Jay

    Und vorsichtig sein mit dem neuen Namen… nicht mehr das Wort “Pixel” sagen, sonst verklagen sie dich noch! ^^

  • Lukas

    Wetten, dass das Ding wieder floppt XD