Review: Sir James iPhone 5 Dock

Das iPhone 5 ist nun schon etwas länger auf dem Markt und einigen Besitzern fehlt auf dem Schreibtisch sicherlich das obligatorische Apple Dock. Aus bisher nicht weiter bekannten Gründen entschied sich Apple leider dagegen, ein Dock für ihr neustes Smartphone zu produzieren. Auf ein Dock muss man allerdings nicht verzichten, da sich Dritthersteller an die Arbeit gemacht haben und dem User nun eigene Docks zur Verfügung stellen. Wir möchten euch heute das iPhone 5 Dock von Sir James vorstellen. Ob es das Geld wert ist, erfahrt ihr nach dem Klick.

Optik und Verarbeitung

Fangen wir mit dem Positiven an. Verarbeitet ist das Dock wirklich sehr gut. Gefertigt wurde es aus einem einzelnen Aluminium Block und somit wird auf ein Material gesetzt, was auch Apple häufig verwendet. Die Form ist rechteckig und die Oberflächen wurden sauber geschliffen. Die oberen Kanten, die angeschrägt wurden, und die Aussparungen für das Lightning Kabel sind ebenfalls sehr schön.  Ob dieses Design gefällt, muss jeder selbst für sich entscheiden, die Voraussetzungen der korrekten und genauen Verarbeitung sind aber auf jeden Fall gegeben.

Funktionsweise

Da das Dock keinen eigenen Lightning-Port besitzt, wird hierfür ein Lightning-Kabel benötigt, das sich im Übrigen nicht im Lieferumfang befindet, auf welches das iPhone dann nachher aufgesteckt wird. Da die billigen China-Kabel breiter sind als die originalen von Apple und somit nicht mehr in die vorgesehene Aussparung passen, muss auf den Preis des Docks nochmals 20€ für ein Lightning-Kabel gerechnet werden, natürlich nur dann, wenn einem eine Lade- und Synchronisations-Station nicht genügt. Dieses Kabel wird dann in das Dock gefädelt und der Lightning-Anschluss in die passende Lücke gesteckt, womit wir auch beim größten Kritik-Punkt angelangt wären. Damit das Kabel so sitzt, wie es soll, muss es mit enormer Kraft reingedrückt werden, dann sitzt es erst mal bombenfest und lässt sich keinen Millimeter mehr bewegen. Auf Nachfrage beim Hersteller ist dies so gewollt und der Kunde muss ein Lightning Kabel bzw. 20€ für das Dock fest einplanen. Ich habe mein Kabel mit schwererem Werkzeug inklusive Beschädigungen wieder befreien können und bin ziemlich froh, dass es noch funktioniert. Wer sich jetzt denkt, ist doch spitze, wenn das Kabel so fest ist, hat weit gefehlt. Das Dock bringt 400 Gramm auf die Wage, doch das ist eindeutig zu wenig, denn wenn man versucht das iPhone mit einer Hand aus dem Dock zu befreien, hebt dieses ab, weil es einfach zu leicht ist. Also trotz bombenfestem Kabel braucht man zum Entnehmen zwei Hände. Wer dies aber nicht will, kann neben dem Kabel auch noch seinen Tisch opfern, denn auf der Unterseite ist ein Gewinde vorhanden, mit dem es sicherlich möglich ist das Dock zu fixieren.

(Das Kabel soll normalerweise noch weiter in das Dock gesteckt werden, sodass es nur noch ca. 3 mm rausguckt, da es danach aber nur noch sehr sehr schwer rauszubekommen ist, habe ich es jetzt nur leicht eingeklemmt.)

Blickwinkel und Halterung

Etwas Positives hat das feste Kabel dennoch. Das iPhone wackelt kaum hin und her und dank der 400 Gramm wird ein Umkippen durch die niedrige Lage des Schwerpunktes verhindert. Allerdings gibt es auch hier Kritik. Das iPhone steht im rechten Winkel auf diesem Dock, was alles andere als natürlich und gut für den Blickwinkel ist. In der Beschreibung wird von einer idealen Haltung des iPhones zum FaceTime-Chatten gesprochen, dies trifft aber leider nicht zu, da auf dem FaceTime Bild nur etwa ein Drittel des Kopfes zu sehen ist, wobei dies natürlich auch von der Körpergröße und Sitzhöhe abhängt. Bei einer parallelen Position des iPhones zum Körper muss man aber schon sehr klein sein beziehungsweise das Dock sehr hoch stellen, damit die Ergebnisse der Frontkamera zufriedenstellend werden. Die Aussparung für das Kabel hätte eine leichte Schräglage also sicherlich gut vertragen. Für Hüllen-Nutzer gibt es hier aber auch etwas positives, denn das iPhone kann mit Bumper oder Hardcase auf diesem Dock verwendet werden.

Mein Fazit

Die Grundidee ist gar nicht so schlecht, doch der Gesamteindruck kann mich nicht überzeugen. Trotz der guten Verarbeitung gibt es zwei zu große Kritikpunkte. Zum einen die Tatsache hierfür ein Kabel in den Sand setzen zu müssen, was für mich ein Unding ist, und zum Anderen der schlechte Blickwinkel auf das iDevice. Für 50€ + Lightning-Kabel sollte man doch ein perfektes Dock erwarten können. Eine Empfehlung kann hier also von meiner Seite nicht gegeben werden.

Wer nach diesem Test neugierig geworden ist, kann das Dock bei arktis.de für 49,95€ erwerben. An dieser Stelle möchten wir uns auch bei arktis.de recht herzlich für dieses Testexemplar bedanken!

Autor: Philipp Nieting
18 Jahre alt, iOS- und OSX-Nutzer sowie Autor bei Apfeltech. Neben Apple interessiere ich mich für die Musik, komponiere und improvisiere am Klavier.
  • colouredwolf

    danke für die guten Hinweise!
    ganz klare Nichtkaufempfehlung.