Apfeltech. » Apple, iOS, iPhone, iPad & iPod Touch News-Blog

copped
Autor:
  schrieb am 12 Oktober 2012 um 13:00

Rezension: Mikey Shorts

Retrospiele können scheiße aussehen, aber dennoch viel Charme haben. VVVVVV, I wanna be that guy und Mega Worm haben das schon bewiesen. Mikey Shorts hingegen probiert sich ebenfalls am Retrogold zu beteiligen, macht dies aber leider ein wenig stillos und bei weitem nicht so gekonnt wie seine Komplizen. Ob das Gameplay Mikey Shorts retten kann und wer mir 2010 mein Herz gestohlen hat, erfahrt ihr nach dem Jump.

Zwei Sachen werden recht schnell schmerzhaft aufmerksam: Mikey Shorts ist nicht besonders schön und es ist einfach mittelmäßig. Ich liebe Plattformer. Das sollte zumindest seit der letzten Rezension recht klar sein. Ein gutes Jump’n’Run lebt von seinem Leveldesign und das scheinen BeaverTap Games leider nie ganz verstanden zu haben. Mein absoluter Favorit ist dabei von recht neuer Natur - Super Meat Boy hat es 2010 geschafft, mir mein Herz zu stehlen. Seitdem wird jedes Spiel daran gemessen – fast wie eine verflossene Liebe, über die man nie ganz hinweg gekommen ist. Mikey Shorts rüttelt nicht mal annähernd an diesem Herzschmerz. Versteht mich nicht falsch, für ein Touchspiel ist die Steuerung fantastisch intuitiv sowie es bei einem guten Plattformer auch sein muss, aber die Aufmachung und die einzelnen Level haben es nie geschafft mich zu überzeugen. Die meisten Level bestehen darin, dass man stur nach rechts läuft, über Dinge springt und durch enge Passagen rutscht. Jetzt könnte man ja sagen, dass ist im Endeffekt im jedem Plattformer so, ABER die meisten Jump’n’Runs lassen einen zumindest glauben, man tut gerade soviel mehr. Cleveres und kreatives Leveldesign verdeckt meist die mundane Natur eines Spiel  – nur ein Beispiel: . Bei Mikey Shorts ist der Gegenteil der Fall.

Ich suche mir gerne die Herausforderung in einem Spiel. Bei Mikey Shorts besteht sie darin ein Level möglichst schnell zu beenden und dadurch einen bis drei Sterne zu verdienen.

Die Levels sind in Story Mode und Challenge Mode unterteilt. Letzteren schaltet man mit 25 Sternen frei. Die beiden Modi unterscheiden sich stark in ihrer Aufgabenstellung. In der Story wird eine recht kurze Geschichte über Mikey erzählt, der ich ehrlich gesagt wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe. Man muss seine versteinerten Kollegen durch Berührung retten. Wenn man genug von diesen entsteinert hat, kann man durch die lilanen Barrieren gehen, von denen es in jedem Level circa fünf Stück gibt. Es gibt auch noch versteckte Tokens – à la Donkey Kong Country -zu finden. Challenge Mode unterscheidet sich hinsichtlich der Spielweise extrem von Story Mode. Man hat nur eine begrenzte Zeit um ein Level zu schlagen – 18 bis 24 Sekunden. Dazu kommt, dass man noch Zeit auf der Uhr haben muss, wenn man ein Drei-Sterne Ranking erreichen will. Challenge Mode hat auch einige mehr Level und macht generell durch sein etwas herausfornderndes Format auch einfach mehr Spaß – insbesondere da Sterben nahezu gar keine Bestrafung nach sich zieht; man respawnt an der letzt höheren Plattform. Das Leveldesign wird ebenfalls ein wenig erweitert. Es gibt meist einen unteren und oberen Pfad, bei dem einer immer der Schnellere ist. Welcher von beiden der bessere ist, ist dem Spieler überlassen herauszufinden. 

Coins, Coins everywhere – das kommt mir in den Sinn, wenn ich einerseits an das Neue New Super Mario Bros. 2 denke und andererseits an Mikey Shorts. In jedem Level schweben Dutzende von Münzen, die allerdings nur für das Einkaufen neuer Ausrüstungsgegenstände gut sind. Diese sind allerdings nur reine Chrakterkosmetik und haben keine Auswirkung auf das Spiel an sich. Währung in Spielen kann etwas Tolles sein, und meist macht es Spaß seinen Charakter neu auszurüsten, Musikstücke oder Artwork frei zu schalten. Durch solche Sachen wird der Spieler für seine Mühen entlohnt. Allerdings kommt Mikey hier ebenfalls einfach ein wenig zu kurz. Man kann das Gesicht seines Charakters durch gekaufte Sachen verändern. BeaverTap Games hat hier recht viel Kreativität gezeigt; leider an der falschen Stelle wie ich glaube – von Slash von Guns’n’Roses zu Jason aus Friday the 13th, kann man seiner Vorstellung freien Lauf lassen. Allerdings ist das Konzept einfach nicht besonders fesselnd und wird schnell ein alter Hut.  

Auch wenn ich recht hart gegenüber Mikey Shorts wirke, so möchte ich doch betonen, dass es kein schlechtes Spiel ist, halt einfach nur mittelmäßig. Die Herausforderung der Level geht von nicht vorhanden bis Jetzt musste ich das Level vier Mal spielen um ans Ende zu kommen. Allerdings funktioniert die Steuerung für ein Touch-Device so gut, dass es schwer ist, dies nicht gesondert zu erwähnen; in dieser Hinsicht eine wirklich fantastische Leistung. Wer nicht genug von Plattformen kriegen kann und seine Herausforderung relativ seicht mag, der ist mit Mikey Shorts gut beraten – ist das nicht der Fall, sollte man vielleicht auf das nächste Spiel von BeaverTap Games warten oder meine bevorzugte Variante wählen: einfach Plattformer mit einem Gamepad spielen. Knöpfe drücken ho!

icon
Mikey ShortsBeaverTap Games, LLCSpiele0,89 €Download
WEITEREMPFEHLEN:

Autor: Benjamin Wojkuvka

liebt Spiele - jeder Art - und behauptet einer der verlorenen Power Rangers zu sein. Mag Videospiele, Mishka, das MinMaxPrinzip, the Mars Volta & mahvel, Baby! The Twitters hier, PewOinkPew hier.

Diskussion / Kommentar schreiben

  1. Antworten

    eobreit

    12 Oktober 2012 um 15:07

    Bewerten: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

    Hallo liebes Apfeltech Team,

    könntet ihr nicht die unzähligen Spielebeiträge auf ein minimales
    halten. Man kommt sich so langsam wie im Kindergarten vor.
    Spiele, Spiele, Spiele…..
    Es gibt doch bestimmt andere spannende Beiträge. Oder?

    • Antworten

      vladi

      12 Oktober 2012 um 16:43

      Bewerten: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

      Na, vergiss nicht, dass das iPhone immer noch die beliebteste Spielekonsole ist :D

      Und dieses game da im Artikel oben ist gar nicht mal so schlecht.

  2. Antworten

    rob

    12 Oktober 2012 um 16:10

    Bewerten: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

    wo er recht hat hatter recht

Anonyme Kommentare sind erlaubt. Trotzdem werden Spam oder Beleidigungen nicht gerne gesehen, daher muss Dein erster Kommentar von uns freigeschaltet werden. Hinweise und Vorschläge, die nichts mit diesem Artikel zu tun haben, nehmen wir gern via eMail entgegen.