“So, das wars! Viel Spaß damit, denn den wirst du haben!” rief mir Alex aus dem Apple Store Jungfernstieg noch hinterher, als ich mit einem MacBook Air 13″ in der hübschen Apfel-Tüte den Laden verließ. Ein kleiner Traum war für mich in Erfüllung gegangen, ein teurer Traum. “Aber das ist es mir wert!” dachte ich noch so bei mir. Würde ich Recht behalten? Sieben Tage später sitze ich nun also mit dem Federgewicht auf meinem Sofa und verfasse diesen Text. Um es kurz zu machen: Ja! Bisher bin ich rundum glücklich, aber lasst mich ganz von vorne beginnen:
Seit gut vier Jahren besitze ich nun iOS-Geräte, für Macs interessierte ich mich anfangs gar nicht. Doch mit der Zeit und dem Geld, welches relativ zum Alter anstieg, denkt man mehr über einen Kauf nach. Vor gut einem Jahr war mir dann klar: So ein Ding muss her! Schnell fiel meine Wahl auf einen der mobilen Macs, eigentlich ein MacBook Pro. Als das Geld zur Verfügung stand, war es schwer, die drei Monate bis zur WWDC und dem damit verbundenen Hardware-Refresh durchzuhalten, doch die Vernunft siegte – ein Glück. Denn nach der Keynote war klar: Ein MacBook Air ist doch das bessere Paket für mich. Es ist für normales Arbeiten mehr als ausreichend, selbst Photoshop oder gar After Effects laufen auf dem Gerät für mich zufriedenstellend, wie ich später feststellte.
Die Software
Der erste Start war natürlich etwas Besonderes, noch nie hatte ich ein Notebook so schnell hochfahren sehen. Nach den ersten Einrichtungs-Schritten war der Umstieg von Windows auf OS X natürlich eine kleine Herausforderung. Vieles fehlte mir, teilweise immer noch, zum Beispiel das Andocken von Fenstern an die Seiten. Andere Funktionen, die mir erst aufgezwungen vorkamen, überzeugten mich jedoch mit der Zeit.
Das wäre zum einen die Nutzung vom Multi-Touch-Trackpad. Die Gesten sind schnell gelernt und funktionieren hervorragend, der einfache Wechsel zwischen Vollbild-Applikationen fasziniert mich immer wieder, dass ich mit einem kleinen Wisch alle geöffneten Fenster logisch geordnet aufrufen kann, entfällt mir meistens (leider) noch. Die Integration von einigen iOS-Elementen - Mountain Lion bringt noch mehr von diesen – erschien mir von außen immer als
nervig und sinnlos. Dass diese – zumindest auf einem Notebook – sogar sehr sinnvoll sind, bemerke ich erst jetzt, obwohl Launchpad nicht immer so funktioniert, wie ich es für richtig halte. Auch die sonstige Philosophie des kompletten Systems sagt mir nach einiger Zeit sehr zu, hier gilt: Lerne einmal, wende immer wieder an. Auch der Mac App Store ist eine willkommene Applikation, sofern sie auch in Zukunft nur eine Ergänzung zu sonstigen Installations-Möglichkeiten bleibt. Die 80 € Guthabenkarte der Back-to-School-Aktion war schnell investiert: Von ganzen Betriebssystemen, über professionelle Software bis hin zu AAA-Spielen und kleinen “Furz”-Apps – alles ist dabei. Die Preise sind, wie auch schon im iOS App Store, mehr als fair, Rabattaktionen wohin das Auge blickt, über Updates wird der Nutzer sofort informiert.
Dass die Software so rund läuft und sich so viele Ideen Apples umsetzen lassen haben, ist natürlich auch den cleveren Hardware-Designern zuzuschreiben, welche mit dem MacBook Air, meiner Meinung nach, ihr schönstes Stück abgeliefert haben.
Die Hardware:
Wie dünn das MacBook Air ist, brauche ich nicht mehr zu erwähnen. Es ist trotzdem überraschend, dass der Bildschirm sich einfach hochklappen lässt, ohne dass das komplette Notebook mitkippt, wenn man es nicht festhält. 1,35 Kilogramm lassen sich problemlos an nur einer kleinen Ecke herumreichen, wenn man das hübsche Ding denn aus der Hand geben mag. Einen Nachteil hat die geringe Höhe allerdings: Das Air wird warm, verdammt warm. Wenn richtig gerechnet werden muss, beispielsweise beim Rendern von Videos oder Spielen von grafisch aufwendigen Titeln, dreht der Lüfter so richtig auf. Dies ist zu verschmerzen, da das Air ansonsten mucksmäuschenstill ist. Die Wärme wird jedoch clever abgeleitet und stört verwunderlicherweise nicht direkt auf dem Schoß, nur auf der Oberseite direkt unter dem Bildschirm lässt sich zeitweise ein Spiegelei braten.
Das Wissen, dass es auch ein MacBook mit superscharfem Display gibt, stört beim Air ein klein wenig weniger als beim Pro-Modell, denn das Display ist mit 1400 x 900 Pixeln höher aufgelöst, was sich oft bemerkbar macht. Zudem steht mehr Platz zur Verfügung, da alle Elemente etwas kleiner dargestellt sind. Zudem ist das Display überraschend hell, sodass es sich auch draußen angenehm arbeiten lässt. Ganz im Kontrast dazu aktiviert sich bei Dunkelheit die Beleuchtung der Tastatur, welche sich ausgesprochen angenehm tippen lässt, jedoch keinen Stich gegen einige Logitech-Produkte macht.
Umrahmt ist dies alles von einem wunderbaren Unibody-Aluminum-Gehäuse, gespickt mit zwei USB 3.0-Ausgängen, Kopfhörer-Eingang, einem SD-Karten-Eingang sowie Thunderbolt-Anschluss, welche zusammen bisher ausgereicht haben, zumindest in Verbindung mit einem USB-Hub am heimischen Schreibtisch. Der potente Akku wird über dem Mag-Safe 2 Anschluss geladen, wessen Vorteil gegenüber dem Vorgänger sich mir noch nicht ganz erschlossen hat.
Letzte Worte
Rundum bin ich mehr als glücklich. Böse Vorurteile hat das System ganz von alleine in der Luft zerrissen, leider auch einige der Guten. So musste ich in den ersten zwei Tagen das System zwei Mal komplett neu aufsetzen, Schuld war ein bekannter Bug des MobileBackup-Systems, welcher mit einem schnellen Update aber bereits behoben wurde.
Hard- und Software sprühen geradezu Funken vor Harmonie, das Softwareangebot ist toll, die angeblich lasche Hardware überrascht mich immer wieder. Für mich als Schüler und zukünftiger Student eine Investition, die sich gefühlt schon jetzt gelohnt hat. Ich freue mich, in Zukunft meine Referate via Keynote zu halten, Dokumente in Pages zu gestalten, welche ich zuvor über Applikationen verfasst habe, dessen “Genre” mir vorher nicht einmal bekannt war. Ich freue mich auf die nächsten 3-5 Jahre, dann wird gewechselt. Auf einen nächsten Apple-Computer. Denn ab heute zählt:
Ich bin ein Mac.

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jojo
20 Juni 2012 um 19:57Bewerten:
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Ich mag diesen Artikel sehr; der Aufbau ist glänzend. Wenngleich auch einpaar (Ausdrucks)Fehler drin sind wie z.B. Wortwiederholungen. Auch das “dennn” im ersten Satz verstehe ich nicht ganz. Und die USB 3.0-Ports sind nicht nur Ausgänge, der Kopfhöreranschluss ist wohl eher ein Ausgang und zur SD Karte würde ich besser “Slot” hängen…
jojo
20 Juni 2012 um 19:59Bewerten:
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Das mit “dennn” nehme ich zurück. Die App aktualisiert den Artikel nicht, sobald er einmal geladen ist…
Frederic S.
20 Juni 2012 um 20:00Bewerten:
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Danke. :) Das “denn” war ein Flüchtigkeitsfehler aufgrund einer letzten schnellen Änderung von “den” zu “denn den”, ist schon verbessert.
Edit:
Ah, ja.^^
Thomas Färber
20 Juni 2012 um 20:03Bewerten:
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Ich Kauf mit das neue Mac
Leon (GrudonR)
20 Juni 2012 um 20:16Bewerten:
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Danke für diesen wirklich tollen und sehr gelungenen Artikel. Ich habe lange überlegt ob es ein 13″ MBA wird oder ein 15″ MBP aber ich denke nach diesem Artikel will ich lieber das Air! Denn es lässt sich zuhause an ein Display anschließen und unterwegs ist es perfekt.
Alcindo_73
20 Juni 2012 um 21:21Bewerten:
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Hamburg übernimmt haha
Conixr
20 Juni 2012 um 21:23Bewerten:
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Den Artikel werde ich nun jeder Person vorlegen, die sich noch unschlüssig über den Kauf bzw. den allgemeinen Sinn von Apple-Produkten ist.
P.S.: Echt sauber und vor allem wortreich geschriebener Artikel ;)
Schnitzel
20 Juni 2012 um 21:57Bewerten:
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Das mit dem andocken an den Seiten kannst du mit BetterSnapTool (2Fr. Im Mac Appstore) oder BetterTouchTool (Gratis im Internet) aktivieren. ;-)
Frederic S.
20 Juni 2012 um 22:01Bewerten:
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Danke, funktioniert super! :)
Geez
20 Juni 2012 um 22:48Bewerten:
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Berichte über die Zoom Funktion :D
Die ist stufenlos und folgt der Maus, ist so herrlich, vorallem am TV.
Was mich stört ist, dass vollbild management (der im Finder recht sinnlose button), außerdem ist das Bildschirmmanagement auch verbesserungsbedürftigt, vorallem bei Feineinstellungen bei TVs
Btw. Ich hab mir nen hackintosh dualboot Laptop gemacht.
Alexander
20 Juni 2012 um 23:04Bewerten:
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Hi, echt ein schöner Bericht, könntest du vllt. noch ein paar Worte zu der Akkulaufzeit sagen?
Dennis
21 Juni 2012 um 0:02Bewerten:
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Würde ich darüber schreiben, wie meine erste Woche mit meinem Mac waren, wäre das reines gefluche.
Auf meinem MacBook läuft Ubuntu 12.04, Windows 7 und Mac OS X im Tripple-Boot und das ist auch gut so! Denn so kann ich immer zun schnellsten OS (Ubuntu), zum spieletauglichsten OS (Windows) und zum beschissensten OS, das ich eigentlich nur zum Syncen und Wiederherstellen meines iPhones habe (Mac OS X) wechseln.
Roysen
21 Juni 2012 um 7:07Bewerten:
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Bei meinen MacBook Air (Herbst 2011er) fand ich das Aufdrehen des Lüfters ziemlich schrecklich.
Wenn das Air nicht eine Kühlung wie das Retina Pro bekommt, ist das für mich nichts…
Pascal
21 Juni 2012 um 7:35Bewerten:
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Super Erfahrungsbericht. Ich will auch ein MacBook.. Danke für deinen Informativen und schön zu lesenden Artikel.. Weiter so..
xen
21 Juni 2012 um 7:41Bewerten:
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Ich hab mir auch vor ein paar Wochen ein MacBook gekauft, allerdings das Pro 13″ ;)
Bin auch mehr als zufrieden! Anfangs war der Umstieg etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Gesten auf dem Touchpad, die Vollbildapps und und und….
Ich bin einfach nur begeistert von so einem kleinen Stück Technik!
Jetzt bereue ich es schon fast, dass ich immer nur gemeint habe “ich brauch n Mac! -- ….neee, das kann noch warten”.
Hätte ich ihn mir mal schon vor 2 Jahren geholt :)
Gamaaz
21 Juni 2012 um 13:34Bewerten:
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Nerd!
Phil
21 Juni 2012 um 15:55Bewerten:
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“Der potente Akku wird über dem Mag-Safe 2 Anschluss geladen, wessen Vorteil gegenüber dem Vorgänger sich mir noch nicht ganz erschlossen hat.”
Der MagSafe 2 Anschluss ist einfach dünner als der normale MagSafe-Anschluss. Soweit ich weiß würde dieser sonst gar nicht mehr hinpassen (v.a. bei der neuen MacBook Pro Generation).
>Professor<
21 Juni 2012 um 20:01Bewerten:
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Da freut sich aber der Frederic!;-):D
Netsurfer912
22 Juni 2012 um 17:06Bewerten:
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Das mit dem “Andocken” geht auch mit der App Cinch. Kostet ein kleines bisschen, es gibt aber auch eine unbegrenzte Testversion.
>Professor<
24 Juni 2012 um 9:39Bewerten:
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Wieviel hat er gekostet?
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