Die Wolke ist momentan in aller Munde: Fotos, Musik, Daten – alles soll in Zukunft online zu jeder Zeit zur Verfügung stehen. Der wohl jüngste Trend ist das Spielen von aufwendigen Videospielen in der Cloud. Wenn man aktuellen Gerüchten Glauben schenkt, plant auch Sony einen solchen Dienst auf der anstehenden E3 vorstellen. Beim Cloud Gaming läuft das Spiel auf Serverfarmen des Anbieters, der Nutzer schickt nur seine Eingabedaten und bekommt dafür das Bild in Form eines komprimierten Videostreams zurück. Ein starker PC wird nicht benötigt, das Betriebssystem ist theoretisch egal, selbst mobile Geräte sollen in naher Zukunft mit den Diensten kommunizieren können.
Neben Onlive bietet auch Gaikai seit nun gut einem Jahr Cloud Gaming an – testbar für jedermann. Ganze 30 Demoversionen lassen sich ohne Registrierung sofort eine Stunde lang im Browser antesten, unter anderem Crysis 2, The Witcher 2 sowie Need for Speed: The Run.
Nach kurzer Wartezeit kann der Spielspaß bereits beginnen. Je nach Spiel lassen sich auch technische Einstellungen vornehmen, Crysis 2 läuft sogar auf den höchsten Einstellungen. Das Hochstellen der Auflösung bringt jedoch nichts – der Stream erreicht den User in einer undefinierbaren Sub-HD-Auflösung, wo wir schon beim ersten Kritikpunkt wären. Die niedrige Auflösung mag auf kleineren Monitoren weniger stören, auf Full-HD-Geräten macht sich dies jedoch stark negativ bemerkbar. Wer sich danach sogleich ins Spielgeschehen stürzt, wird je nach Spiel ein anderes Erlebnis haben. Während The Witcher 2 von störenden Artefakten, Lags und Rucklern geplagt ist, läuft Need for Speed: The Run weitestgehend “flüssig” – also mit 30 Bildern in der Sekunde. Für eingefleischte PC-Gamer ist dies ein Graus, für Konsoleros jedoch Standard.
Die niedrige Auflösung sowie Framerate ist momentan jedoch eine Tatsache, die wir akzeptieren müssen, sofern der Großteil der Bevölkerung noch einen Internetzugang mit 6.000 oder 16.000 kBit/s hat. Für Full-HD und 60 Bilder pro Sekunde, wie es auf dem PC momentan Standard ist, würden wir ohne Komprimierung mindestens eine Leitung mit 80.000 kBit/s benötigen, der Ton ist bei dieser Rechnung noch nicht bedacht, welcher bei Gaikai nur in Stereo geliefert wird. Der eine oder andere sieht jedoch in den Ansprechzeiten der Steuerung ein viel größeres Problem, so muss doch der Befehl erst an den Anbieter geschickt werden und das Ergebnis wieder zurück. Überraschenderweise ist eine Verzögerung bei vielen Spielen kaum bis gar nicht bemerkbar, selbst bei Shootern lässt sich diese noch in Kauf nehmen, für schnelle Multiplayer-Schlachten reicht es jedoch trotzdem nicht.
Rundum läuft der Service also zufriedenstellend, kann den herkömmlichen Methoden des Videospielens meiner Meinung nach jedoch noch lange nicht das Wasser reichen. Ihr könnt und sollt euch natürlich auch selbst ein Bild davon machen. Was denkt ihr? Ist dies die Zukunft? Gerade für Benutzer eines Macs, welcher sich vor allem durch die mangelnde Unterstützung der Softwareschmieden eher nicht als Gaming-Maschine eignet, könnte dies ein Fortschritt sein – oder doch nicht?

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shadowcha0
28 Mai 2012 um 15:02Bewerten:
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Hoppla…
Es ist ein unerwartetes technisches Problem aufgetreten. Momentan kann der Gaikai-Spieledienst nicht gestartet werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Event code: 003.1001 0c6b9298f.4fc376c88e558
Leider kommt bei mir immer nur diese Fehlermeldung :/
Netsurfer912
28 Mai 2012 um 16:53Bewerten:
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Wann kommt denn endlich Minecraft in die Cloud?
Rene
28 Mai 2012 um 19:31Bewerten:
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Wenn alles in die iCloud kommt. Ist das die Ideale Umgebung für “Negative Hacker”, Würmer und dergleichen.
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