Etwas mehr als 10 Jahre ist es nun her, als der dritte Teil der erfolgreichen Grand-Theft-Auto-Reihe, auch bekannt als GTA, auf der PlayStation 2 das Licht der Welt erblickte. Rund ein halbes Jahr später durften auf die PC-Spieler in den Genuss kommen, 2003 folgte schließlich auch eine Portierung für die Xbox. Anlässlich dieses 10. Jubiläums hat Entwickler und Publisher Rockstar diesen Titel auch für iOS- und Android-Nutzer portiert. Ob das Konzept aufgeht und wie sich ein solch komplexes Spiel einzig und allein mit einem Touchscreen steuern lässt, erfahrt ihr nach dem Klick auf den grünen Button.
Story
Den alten Hasen unter euch wird die Story nicht fremd sein. Der vorerst namenlose Held, oder besser gesagt Gangster, wird nach einem unvorhergesehenen Vorfall bei einem Bankraub verhaftet. Bei einem Transport zusammen mit anderen Kriminellen mittels eines Polizeikonvois wird dieser überfallen und die Brücke, auf der sie sich zu diesem Zeitpunkt befinden, gesprengt. So verschlägt es den Helden auf eine der drei Inseln der fiktiven Stadt Liberty City, die uns direkt an New York erinnert. Euer Befreier, der Sprengstoffexperte 8-Ball, hilft euch hier und vermittelt den ersten Job. Nach und nach lernt ihr die Regeln der dreckigen Gangster-Welt kennen und kommt nicht nur mit der Mafia in Berührung, die rund 80 Missionen, natürlich alle aus der originalen Fassung übernommen, garantieren hierbei eine lange Spielzeit. Im weiteren Storyverlauf schaltet ihr immer mehr Fahrzeuge, Territorien und Waffen frei, was für den einen oder anderen unheimlich motivierend sein kann.
Gameplay und Steuerung
In der offenen Welt sind euch nur wenige Grenzen gesetzt. Ihr könnt Passanten ausrauben, – oh, Moment. Könnt ihr eben nicht. Zumindest nicht, wenn ihr im deutschen App Store unterwegs seid. Rockstar war so freundlich, die App ein wenig für uns Deutsche abzuändern. So gibt es weder Blut, noch lassen Passanten Geld fallen, wenn ihr sie tötet. Ihr könnt also keine Passanten ausrauben, allerdings Autos ihrer Besitzer berauben und dieses fahren, eine Shopping-Tour durch die örtlichen Waffenläden machen, euren Körper stählen, sonst wie Spaß haben und offene Missionen erfüllen, wann immer ihr wollt.
Neben den Hauptmissionen gibt es in Liberty City noch eine Menge andere Sachen zu tun. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr auch mal in die Rolle eines Polizisten, Sanitäters, Feuerwehrmannes oder Taxifahrers schlüpfen und euch so euer Taschengeld aufbessern. Die Stadt wirkt wunderbar lebendig, es gibt verschiedene Tageszeiten sowie Witterungsverhältnisse und gerade des Nachts sollte man nicht unbewaffnet dunkle Gassen besuchen. Die über 50 verschiedenen Land-, Wasser- und Luftfahrzeuge machen, wie schon im Original, wahnsinnig viel Spaß. Doch Vorsicht ist geboten! Wer in Anwesenheit von Polizei zu viel Mist baut, steht schnell auf deren Fahndungsliste! Der erste von 6 Fahndungssternen verschwindet nach einiger Zeit von alleine, werden es allerdings mehr, bietet die Polizei ein größeres Aufgebot an Einsatzkräften an, hier hilft nur noch das Einsammeln von Fahndungssternen, die überall in der Welt versteckt sind, oder ein Umlackieren des Autos. Werdet ihr verhaftet, müsst ihr mit den Konsequenzen leben – oder schnell einen alten Spielstand laden.
Die Steuerung und Kameraführung ist ein zweischneidiges Schwert. Das Steuern der Spielfigur und Fahrzeuge, optional auch mit Gyrosensor, überrascht positiv. Bei den verschiedenen Kameraansichten sollte jeder eine passende finden, diese macht ihren Job dabei immer gut, dreht schnell und sinnvoll in richtige Richtungen. Buttons lassen sich frei platzieren und in der Größe anpassen. Wenn es aber um das manuelle Bewegen der Ansicht geht, versagt das Spiel doch sehr. Hakelig, nicht immer auf der rechten Bildschirmhälfte steuerbar und nicht anpassbar. Ebenso kann das automatische Zielen bei Schießereien manchmal sehr frustrieren. Rundum überzeugt das Ergebnis dennoch und funktioniert besser, als gedacht. Auch bei diesem Titel gilt wie fast immer: iPad-Nutzer sind aufgrund dem größeren Bildschirm im Vorteil.
Technik
“So sah das damals aus?” dürfte vielen als erstes in den Sinn kommen. Klar, für mobile Geräte ansprechend, aber das sah doch damals viel besser aus. Oder doch nicht? Erinnerungen, insbesondere die von vor 10 Jahren, können trügerisch sein. In Wahrheit hat Rockstar sogar nochmals in positiver Richtung an der Grafik-Schraube gedreht. Teilweise bessere Texturen und schönere Effekte bietet diese Version von Grand Theft Auto III, iPad 2- und iPhone 4S-Nutzer bekommen am meisten davon mit.
Auf diesen Geräten läuft das Spiel auch am rundesten, spielt ihr auf dem iPod touch der vierten Generation oder einem iPad 1, kommt es schon öfter zu kleinen Slowdowns der Framerate, auf dem iPhone 3GS tritt dies noch öfter auf. Für ein mobiles Gerät überzeigt die Grafik unbestritten, auch die Atmosphäre wird so wunderbar getragen. Das Flair des Originals bleibt aber – ein Glück – erhalten. Die Popups könnten weniger auftreten, für eine offene Welt aber ausreichend kaschiert. Abstürze kommen leider etwas zu häufig vor, bei weniger als 30% Akku sollte man auch erst gar nicht mit dem Spielen anfangen. Gute drei Stunden Spielspaß bei 75% Helligkeit bleiben euch bei einem voll aufgeladenen Akku des iPhone 4S. Die Kantenglättung ist zwar nicht optimal, aber auf dem jeweiligen Gerät weitaus besser als es die Screenshots vermuten lassen.
Sound
Die Dialoge sind ein Fest für Liebhaber der US-englischen Sprache, deutsche Lokalisierung an dieser Stelle würde die Atmosphäre wohl auch zerstören, Untertitel gibt es natürlich. Auch die restliche Soundkullise ist immer noch genau so toll wie vor 10 Jahren, wenn auch nicht immer ganz auf Höhe der Zeit, was besonders bei den Sounds der Waffen auffällt. Die grandiosen Radiosender, neun Stück an der Zahl, sind auch vorhanden, mit über drei Stunden Spielzeit insgesamt, exklusive der lustigen Werbespots und sonstigen Zwischenmoderationen, werden diese auch nicht so schnell langweilig.
Fazit
Heute wie damals ist der dritte Teil der Serie – und der erste in 3D-Grafik – ein grandioses Erlebnis. Alles passt zusammen, alles macht Spaß, alles funktioniert – fast. An der Steuerung könnte Rockstar noch mal ein wenig schrauben, auch die Stabilität könnte besser sein. Die Kritikpunkte unterliegen aber schnell den vielen positiven Aspekten. Dies ist kein liebloser Port, sondern eine vollwertige Version für iOS- und Android-Gamer zu einem unglaublich günstigen Preis, was sich schon im Menü bemerkbar macht. Egal ob ihr damals schon dabei wart, später mit der Serie angefangen habt oder noch nie einen Teil gespielt habt: Wer nur etwas für dieses Genre übrig hat, sollte nicht enttäuscht werden. Bevor ihr die 3, 99 € für die universale App auf den virtuellen Ladentisch legt, solltet ihr euch aber vergewissern, dass ihr eines der Geräte habt, auf denen die App läuft, die da wären: iPad, iPad 2, iPhone 4, iPhone 4S oder iPod touch der vierten Generation.
Herzlichen Glückwunsch Rockstar,



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DJD6W13DCP7
16 Dezember 2011 um 18:24Bewerten:
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Crack Junior
16 Dezember 2011 um 19:40Bewerten:
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Es ist ja au ein Review für Fans.
Peer
16 Dezember 2011 um 18:27Bewerten:
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Gangstar Rio ist grottenschlecht!
Kleiner Nachtrag zur Erläuterung:
- Grafik auf dem iPod Touch 4G grottenschlecht -- alles soooo matschig, dagegen ist GTA 3 wie Crysis
- Geldgeilheit von Gameloft: In-App-Käufe werden fast notwendig
Ich habe Gangstar Rio leider nach ca. 30 Minuten gelöscht und spiele nun sehr glücklich GTA 3 auf meinem Samsung Galaxy S2 (auf dem es noch ein gefühltes Stück besser läuft, als auf dem iPhone 4S).
eric
16 Dezember 2011 um 19:10Bewerten:
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hey, hab es mir auch für mein s2 gekauft, stürzt es bei dir auch in der mission: “bullen ball” manchmal ab? sonst läuft es richtig gut und macht echt spaß
Peer
16 Dezember 2011 um 19:12Bewerten:
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Wie die Android-Leute schon bei Apfeltech rumhängen :D
Ich bin noch beim Geldtransporter und jage den dauernd durch meine explodierenden Autos in die Luft. In dieser Mission ist es einmal abgestürzt bisher.
Und einmal ist es immer abgestürzt, als ich verhaftet wurde -- musste ganz von vorne anfangen, aber war zum Glück noch nicht so weit.
Habe mich mal schnell erkundigt -- die Mission kenne ich noch nicht. Ansonsten läuft das Game aber so super wie früher auf der PS2 :D
Tim
16 Dezember 2011 um 19:35Bewerten:
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Ich hab mir für die Mission mit dem Geldtransporter kurzerhand nen Müllwagen geholt :)
Peer
16 Dezember 2011 um 19:39Bewerten:
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Gute Idee, damit dürfte er wesentlich schneller kaputt bekommen zu sein :)
Danny
16 Dezember 2011 um 18:46Bewerten:
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@ DJD6W13DCP7
So war GTA damals halt! Mit freischaltbaren Stadtteilen usw!
iWilli
16 Dezember 2011 um 18:58Bewerten:
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Gangstar Rio ist arschig! Es ist ein schlechter Fake! GTA 3 dagegen ist klasse! Ein Klass(e)iger ;D Und ja, mann muss Inseln freispielen! Das ist auch der Sinn! So wird es nicht so schnell langweilig!
Nie, wirklich NIE, würde ich Geld für Gameloft Spiele ausgeben!
Steve Mops
16 Dezember 2011 um 19:17Bewerten:
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Ausgeblendet weil niedrig Kommentarbewertung. Klicken, um zu sehen.
Tim
16 Dezember 2011 um 19:37Bewerten:
3
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Natürlich kann Gameloft gute Spiele wie Modern Combat machen. Aber leider sind die so geldgeil, dass die Leute immer Vorteile haben die extra In-App Käufe kaufen. Ausserdem gibt’s auch genug Schrott Spiele von Gameloft. Gangstar ist ganz ok, aber jetzt wo GTA III raus ist, ist das natürlich besser :)
Peer
16 Dezember 2011 um 20:14Bewerten:
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Beispiel:
MC 3 -- Atombombe via In-App-Kauf gekauft: alle Gegner tot
yimmii
20 Dezember 2011 um 9:12Bewerten:
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GTA is einfach super
wie in den guten alten Zeiten *schwärm*
ipicco
26 Dezember 2011 um 14:32Bewerten:
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ehm…vonwegen läuft nur auf dem iphone 4 usw..? also ich hab ein 3gs und darauf läuft es super flüssig.
NAME Kilianwe
27 Januar 2012 um 18:16Bewerten:
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KOMMENTAR Die App läuft auf meinem iPad 2 genial, noch nie abgestürzt, an alle die eine Mission mal nicht schaffen, hier gibts Tipps zu jeder einzelnen! http://de.gta.wikia.com/wiki/100%25_Checkliste_für_Grand_Theft_Auto_III
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