Ich bin Stefan, 21, Ex-Apfeltech-Schreibsklave. Wenn ich mal Freigang habe bin ich Student, Gitarrist und schiebe als HiWi Pixel von A nach B. Mittlerweile bei aptgetupdateDE zu finden.
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- Stefan D.
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Mac App Store – ein kritischer Kommentar

Als ich “damals” von Windows auf Mac umstieg, empfand ich zuallererst die (De-)Installation von Programmen als sehr angenehm. Das Meiste geht per Drag & Drop, nur komplexere Programme brauchen einen (Un-)Installer.
An diesem Freitag wurde nun der Mac App Store eröffnet, der alles noch vereinfachen soll. Die Zahlung erfolgt – falls nötig – per Knopfdruck, den Rest erledigt der App Store. Das Prinzip hat sich in der Smartphone Welt klar durchgesetzt, dennoch gibt es viele kritische Stimmen.
Wird der Mac App Store den komplexeren Anforderungen der Desktop Anwender genügen und sich gegenüber den herkömmlichen Distributionswegen durchsetzen können? Wird bald von Apple diktiert, welche Programme installiert werden können und welche nicht?
Der Mac App Store polarisiert. Ich werde versuchen die einzelnen Standpunkte im folgenden Artikel kurz anzureißen.
Das Potenzial
Für die breite Masse der 08/15 Anwender ist der Mac App Store als zentrale Anlaufstelle für Anwendungen ein wahrer Segen. Das Stöbern nach Programmen wird erheblich erleichtert und man kann sich mithilfe der Bewertungen direkt ein Bild von der App machen. Die Installation und Aktualisierung der erworbenen Anwendungen geht quasi ohne Zutun des Nutzers vonstatten.
Besonders für kleinere Entwickler eröffnet sich ein komplett neuer Vertriebskanal, um einen großen potenziellen Kundenstamm anzusprechen. Trotz der an Apple abzudrückenden Marge, kann der App Store sich für erfolgreiche Apps zu einer guten Einnahmequelle mausern. Lieber 60% von etwas, als 100% von nichts.
Das Fehlen jeglicher Test-, Demo- und Betaversionen wird von vielen kritisiert, von meiner Wenigkeit jedoch begrüßt. Es hält den Store „sauber“ und simpel. Falls ich etwas ausprobieren möchte, reicht meist ein Besuch auf der Entwicklerseite.
Kritik & Befürchtungen
Apple geht mit dem Mac App Store einen klaren Schritt Richtung Simplifizierung – für viele Kritiker jedoch auch Richtung zentralistische Diktatur und einem geschlossenen Mac OS. Grund dafür sind die zweifelsohne bestehenden Parallelen, die zwischen dem Mac und iOS App Store, was Richtlinien und Zensur betrifft.
Zuerst gibt es da die technische Kontrolle. PrefPanes, Kernel Erweiterungen, private APIs und sowieso alles was Root Rechte benötigt fällt schon raus. Das schützt einerseits den Anfänger, beschneidet den fortgeschrittenen Anwender jedoch erheblich.
Wesentlich kritischer wird jedoch die inhaltliche Kontrolle des amerikanischen Unternehmens beäugt. In der Vergangenheit war Apple nicht gerade zimperlich, was die „Zensur“ der Konkurrenz (-> Android Magasinet) oder gar politisch unbequemen Apps (-> Wikileaks) anging. Darüber hinaus sind die Apple Richtlinien nicht mit quelloffener Software kompatibel (-> VLC).
Es gibt sogar Befürchtungen, dass Apple den Mac komplett – ähnlich wie das iPhone – abschotten möchte und der App Store bald die einzige Bezugsquelle für Programme auf dem Mac sein wird. Ich persönlich glaube jedoch nicht daran, was ich später weiter ausführen werde.
Neben den eher idealistischen Punkten, gibt es auch etwas direktere Kritik am neusten Streich aus Cupertino. Trotz des beeindruckenden Startangebots von über 1000 Apps, glänzen so ziemlich alle großen Entwickler durch Abwesenheit, was mit Sicherheit an der Zwangsabgabe liegt. Lieber 100% von viel, als lediglich 60% von etwas mehr. Microsoft und Adobe Produkte werden eben auch ohne den neuen Vertriebskanal gekauft. Daraus resultiert ein für viele Anwender zu schmales Angebot an qualitativ hochwertigen Programmen.
Viel Enttäuschung gab es ebenfalls über die Tatsache, dass Käufe jenseits des App Stores nicht von dessen Update Funktion abgedeckt werden. Hier könnte sich Apple etwas versöhnlicher zeigen, um die Anwenderbindung an den Store zu stärken.
Momentan ist der Kopierschutz eher eine Farce. Nachlässig programmierte Anwendungen können sehr einfach ohne Kauf in Gang gebracht werden. Dazu braucht man nur Schlüsseldateien aus einer beliebigen kostenfreien App und kopiert diese ins gewünschte Programmverzeichnis. Raubkopierer wird man auf Dauer nicht aufhalten können, aber wenigstens „Trollprävention“ sollte machbar sein.
To put it in a nutshell…
Meines Erachtens vereint die derzeitige Implementierung des Mac App Stores das beste aus beiden Welten. Der gemeine Nutzer wird schnell fündig und hat nicht viel zu tun, der fortgeschrittene Anwender kann auch jenseits noch auf den Pfaden der herkömmlichen Distributionswege wandeln und falls nötig am offenen Mac OS selbst Hand anlegen. Alle sind glücklich.
Gefährlich wird es erst dann, wenn Mac OS zu einem geschlossenen System wird. Ich bezweifle, dass jedoch das dies geschieht. Der App Store ist eindeutig auf den kleinen Heimanwender ausgelegt. Große Hersteller und Volumenlizenzen? Bisher Fehlanzeige. Würde er zur einzige Bezugsquelle für Software, bräche der komplette professionelle Sektor zusammen. Warum sollte sich Apple einen kompletten Kundenstamm abschneiden, wenn man doch mit der jetzigen Realisierung beide Welten vereinen kann? Es gibt zahllose andere Gegenargumente, aber Geld ist am Ende doch immer der ausschlaggebende Faktor.
Viel kritischer betrachte ich die Gefahr der potenziellen (politischen) Einflussnahme durch Zensur auf die breite Masse. Das sollte man im Hinterkopf behalten.
Das System Mac App Store ist momentan noch eine Banane. Es reift beim Kunden. Erst in ein paar Monaten dürfte sich herauskristallisieren wohin es geht. Änderungen werden noch kommen, soviel steht fest. Solange solltet Ihr ein kritisches Auge darauf haben, Panikmache und vorschnelle Urteile jedoch vermeiden. Ich spiele in der Zwischenzeit Angry Birds, erfreue mich an wahnsinnig hässlichen Apps und warte einfach ab ;)
Weiterführende Links
- 10+ Mac App Store-Macken listet weitere, praktisch orientierte Kritikpunkte
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Kelvin Reichenbach
09 Januar 2011 um 19:08Bewerten:
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Wie kann man die Apps wieder löschen? In den Papierkorb ziehen geht nicht
Stefan D.
09 Januar 2011 um 19:12Bewerten:
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Finder öffnen und die App aus dem Programme Ordner in den Papierkorb ziehen. Was soll denn da schief gehen?
Kelvin Reichenbach
09 Januar 2011 um 20:44Bewerten:
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Achso geht das, Sorry bin noch Neu in der Mac OS X Welt
Kelvin Reichenbach
09 Januar 2011 um 19:08Bewerten:
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Wie kann man die Apps wieder löschen? In den Papierkorb ziehen geht nicht
Stefan D.
09 Januar 2011 um 19:12Bewerten:
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Finder öffnen und die App aus dem Programme Ordner in den Papierkorb ziehen. Was soll denn da schief gehen?
Kelvin Reichenbach
09 Januar 2011 um 20:44Bewerten:
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Achso geht das, Sorry bin noch Neu in der Mac OS X Welt
i0sen
09 Januar 2011 um 21:40Bewerten:
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Wurde schon erwähnt wann Cydia für'n Mac rauskommt ?
Da werden dann sicher die von Apple abgelehnten AppS zu finden sein xD
freue mich schon drauf
Stefan D.
09 Januar 2011 um 21:47Bewerten:
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http://macbite.net/?s=cydia ;)
i0sen
09 Januar 2011 um 21:40Bewerten:
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Wurde schon erwähnt wann Cydia für'n Mac rauskommt ?
Da werden dann sicher die von Apple abgelehnten AppS zu finden sein xD
freue mich schon drauf
Stefan D.
09 Januar 2011 um 21:47Bewerten:
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http://macbite.net/?s=cydia ;)
der Denkende
09 Januar 2011 um 23:02Bewerten:
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Zitat: einem geschlossenen Mac OS
So lange es Terminal gibt kann man am Mac rütteln und schrauben wie man will!
Zitat: Darüber hinaus sind die Apple Richtlinien nicht mit quelloffener Software kompatibel
Sagt wer? Ich dachte das Problem mit dem VLC im iPhone AppStore bestände am DRM Schutz. Dieser muss ich von Apple haben, aber die Opensource Bestimmungen untersagen es. Also ist die Opensource-Seite eigentlich nicht kompatibel… rein hypothetisch, in Wahrheit ist es anders rum…
Cydia für den Mac?
Ich sehe ja nicht in Cydia das Problem, auch nicht beim iPhone, jedoch in der Software Piraterie welcher sich sehr wenige bewusst sind. Ich entwickle seid kurzer Zeit selbst und ich finde es einfach schade meine Anwendungen über Piraterie wieder zu finden. Ich biete Testversionen, an dem liegt es nicht und da bin ich nicht der einzige :-/
Übrigens guter Artikel, vor allem gegen den Schluss :D
Und nochmals an die Kritiker: der Mac wird OFFEN bleiben und zwar das nächste Jahrhundert lang! Andernfalls würde Apple milliarden Verluste machen. Wahrscheinlich ist ein Unterbindung über die Kindersicherung. :D
Stefan D.
09 Januar 2011 um 23:24Bewerten:
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"Also ist die Opensource-Seite eigentlich nicht kompatibel… rein hypothetisch, in Wahrheit ist es anders rum… " -> Also ist meine Formulierung doch ok ;)
Piraten wird es immer geben, da kannst du einfach nichts gegen machen. Ansonsten danke für die Blumen :D
der Denkende
09 Januar 2011 um 23:02Bewerten:
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Zitat: einem geschlossenen Mac OS
So lange es Terminal gibt kann man am Mac rütteln und schrauben wie man will!
Zitat: Darüber hinaus sind die Apple Richtlinien nicht mit quelloffener Software kompatibel
Sagt wer? Ich dachte das Problem mit dem VLC im iPhone AppStore bestände am DRM Schutz. Dieser muss ich von Apple haben, aber die Opensource Bestimmungen untersagen es. Also ist die Opensource-Seite eigentlich nicht kompatibel… rein hypothetisch, in Wahrheit ist es anders rum…
Cydia für den Mac?
Ich sehe ja nicht in Cydia das Problem, auch nicht beim iPhone, jedoch in der Software Piraterie welcher sich sehr wenige bewusst sind. Ich entwickle seid kurzer Zeit selbst und ich finde es einfach schade meine Anwendungen über Piraterie wieder zu finden. Ich biete Testversionen, an dem liegt es nicht und da bin ich nicht der einzige :-/
Übrigens guter Artikel, vor allem gegen den Schluss :D
Und nochmals an die Kritiker: der Mac wird OFFEN bleiben und zwar das nächste Jahrhundert lang! Andernfalls würde Apple milliarden Verluste machen. Wahrscheinlich ist ein Unterbindung über die Kindersicherung. :D
Stefan D.
09 Januar 2011 um 23:24Bewerten:
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"Also ist die Opensource-Seite eigentlich nicht kompatibel… rein hypothetisch, in Wahrheit ist es anders rum… " -> Also ist meine Formulierung doch ok ;)
Piraten wird es immer geben, da kannst du einfach nichts gegen machen. Ansonsten danke für die Blumen :D
nja
10 Januar 2011 um 14:18Bewerten:
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Schöner Artikel, danke dafür ;-)
Ein kleiner Logikfehler hat sich eingeschlichen:
"Lieber 70% von etwas, als 0% von nichts." -> wohl eher "als 100% von Nichts"
nja
10 Januar 2011 um 14:20Bewerten:
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Und:
"was ich im später weiter ausführen werde"
"Im Späteren/Folgenden" oder "später/folgend"
;-)
Stefan D.
10 Januar 2011 um 19:21Bewerten:
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Verzeihung. Bei längeren Artikeln schleichen sich gern mal Flüchtigkeitsfehler ein. Danke fürs melden ;)
nja
10 Januar 2011 um 14:18Bewerten:
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Schöner Artikel, danke dafür ;-)
Ein kleiner Logikfehler hat sich eingeschlichen:
"Lieber 70% von etwas, als 0% von nichts." -> wohl eher "als 100% von Nichts"
nja
10 Januar 2011 um 14:20Bewerten:
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Und:
"was ich im später weiter ausführen werde"
"Im Späteren/Folgenden" oder "später/folgend"
;-)
Stefan D.
10 Januar 2011 um 19:21Bewerten:
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Verzeihung. Bei längeren Artikeln schleichen sich gern mal Flüchtigkeitsfehler ein. Danke fürs melden ;)
Patrick
10 Januar 2011 um 16:38Bewerten:
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Guter Artikel. Ich möchte mehr solche Artikel hier sehen.
Patrick
10 Januar 2011 um 16:38Bewerten:
0
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Guter Artikel. Ich möchte mehr solche Artikel hier sehen.
dlindenkreuz
10 Januar 2011 um 19:33Bewerten:
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0
Artikel = sugaaaaaar.
dlindenkreuz
10 Januar 2011 um 19:33Bewerten:
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Artikel = sugaaaaaar.
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