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Grooveshark in Review
Nachdem der Service Grooveshark bereits vor wenigen Tagen seine iPhone-App als Folge mehrerer fruchtloser Übermittlungen an Apple im Cydia-Store released hat, war mir das Inspiration, den Service, der als Alternative zu Spotify gehandelt wird, mal genau unter die Lupe zu nehmen. Einige Eindrücke der Web-Version findet man in diesem Artikel.
Das Registrieren bei Grooveshark ist einfach gehalten und bereitet keine Schwierigkeiten. Die Seite basiert auf Adobe Flash, mögen die Gefühle dafür noch so zwiegespalten sein, es funktioniert. Per Java-Applet ist es möglich, eigene Musik zu uploaden, Tracks und Alben kann man zudem seiner Bibliothek bei Grooveshark hinzufügen. Die Tonqualität ist gut, Musiker werden aber kleinere Unsauberkeiten heraushören. Was nicht so begeistert ist die Lautstärke: es wäre für Grooveshark eine einfache Aufgabe, alle Tracks zu normalisieren. So verlieren gemischte Wiedergabelisten durch schwankende Lautstärke einiges an Hörerlebnis. Das gelungene Interface macht da aber wieder ein paar Punkte gut.
Wenn man mehr will von Grooveshark (beispielsweise die in der Einleitung erwähnte App), dann muss man blechen. Für 3$ im Monat respektive 30$ im Jahr bekommt man die App, eine Anwendung für den Desktop, eine Erhöhung der Limits (normalerweise darf die Libary nicht größer als 5.000 Tracks werden, als “VIP” stehen einem 50.000 zur Verfügung) und verfrühten Zugriff auf neue Funktionen.
Last.fm ist allen alten Hasen im Netz ein Begriff. Grooveshark hat bereits Unterstützung für das “scrobbeln”, das Übermitteln gespielter Tracks an Last.fm, angekündigt, leider ist diese Funktion aber noch nicht verfügbar. Als Alternative habe ich nach einigen Recherchen im Netz ScrobbleShark gefunden, ein Service, der auf der Google App Engine läuft und automatisch bei Grooveshark gespielte Tracks an Last.fm übermittelt. Die Einrichtung verläuft einfach: zuerst über seinen Google-Account einloggen, dann das Last.fm-Profil verknüpfen und letztendlich den Usernamen bei Grooveshark angeben, nun bekommt man eine Übersicht bereits gespielter Tracks angezeigt. Künftig wird automatisch gescrobbelt.
Fazit: Grooveshark ist ein super Service und zeigt deutlich, dass es nach wie vor Versuche gibt, den Trend zum Streaming fortzuführen (mehr dazu hier). Wenn die App jetzt noch für lau zu haben wäre, dann schiene einem, der Messias der Streaming-Services wäre geboren worden. So ist man erfreut, aber nicht enthusiastisch. Grooveshark hält dennoch, was es verspricht, deshalb kann man hier nur eine Empfehlung aussprechen.


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