Nach einer Zeit, gefüllt mit Gerüchten rund um das vermeintliche Tablet aus dem Hause Apple, konnte Steve Jobs mit breitem Grinsen heute Abend der Öffentlichkeit seinen neuesten Wurf präsentieren – das iPad.
Mit einem Gewicht von stattlichen 680 Gramm, einer Bildschirmdiagonale von 9,7″ und einer Dicke von 1,27 cm soll das iPad eine ganze Menge verändern. Vor allem der 1GHz Prozessor im Innern des kleinen “Giganten” soll dabei Hilfe leisten.
Ganze 10 Stunden soll das Gerät mit dieser Power laufen können – sogar einen ganzen Monat im Standby-Modus.
Neben dem 30-Pin Dock-Connector, sollen sich auch Anschlüsse für Lautsprecher und Mikrofon am iPad befinden. Gefunkt wird per Bluetooth und der neuen 802.11n WiFi Technologie. Wie im iPhone, ist auch Beschleunigungssensor und Kompaß integriert.
Die Applikationen im App Store laufen wie erwartet auch auf dem iPad und können auf dem 16, 32 oder 64 GB großen Flash Speicher gelagert werden.
Auf Grund der höheren Auflösung werden die Apps entweder im Original-Format, also 320x480px, gestartet oder mit der Vollbild-Funktion doppelt so groß dargestellt. Sind Entwickler fleißig, so können sie mit Hilfe des neuen iPhone SDK, welches heute ebenfalls erschienen ist, ihre Applikationen für das iPad anpassen.
Enttäuschend für viele, wird wohl die äußerliche Darbietung des iPads sein. Wie in vielen Gerüchten angepriesen, sieht das Tablet aus wie ein überdimensionales iPhone. Der Rücken ist aus Aluminium.
Im völlig anderen Gewand zeigen sich allerdings die integrierten Applikationen für das iPad.
Mit Programmen wie iPhoto, iTunes oder das komplette iWorks Bundle, präsentiert Apple Software, die speziell für den Multi-Touchscreen entwickelt wurde.
Um die Arbeit mit dem iPad auch daheim zu erleichtern, bietet Apple eine optionale Docking-Station für Tastaturen.
eBooks im iPub-Format können über den neuen iBookstore erworben und in der integrierten “iBooks”-App gelesen werden. Die Preise liegen bei etwa 12,99$ und 14,99$. Anders als bei vielen anderen eBook-Reader erfolgt das Lesen nicht auf einem E-Ink sondern LED-Display. Ob auf diesem das Lesen genauso angenehm ist, ist fraglich.
Der Preis des iPad startet bei 499$ für das 16GB Modell, 599$ für das 32GB Modell und 699$ für das 64GB Modell. Diese sind allerdings nur mit WiFi ausgestattet. Möchte man in den Genuss von 3G-Konnektivität kommen, so ist für jedes Modell ein Aufpreis von satten 130$ zwingend. In Amerika wird das iPad traditionell über At&T vertrieben und kommt dort mit zwei Tarifen daher. 250MB für 14,99$/Monat und ein unlimitiertes Datenvolumen für 29,99$. Informationen für andere Länder gibt es erst im Sommer.
Die WiFi-Versionen werden im März erhältlich sein, 3G Varianten werden im April geliefert.















