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  schrieb am 29 Januar 2010 um 13:41

10 Gründe, warum das iPad floppen wird

Anmerkung: Der Artikel unterliegt dem Autoren. Der Inhalt muss sich nicht mit der Meinung des Touch-Mania-Teams decken.

Das iPad steht nun im Rampenlicht, alle Welt beschäftigt sich mit ihm, viele Blogs hypen es – ich bin skeptisch. Nun habe ich zehn Gründe zusammengetragen, warum das iPad wohl nicht den von Apple gewünschten Erfolg haben wird (bezogen auf mich als Zielgruppe, mehr dazu hier).

  1. Name Der Name des iPad wird groß diskutiert. Während ich bei Pad sofort an einen Kaffee denke, so verstehen Frauen aus dem englischen Sprachraum etwas anderes darunter. Zu Beginn des Apple-Events waren die Trending Topics bei Twitter von Begriffen wie Apple, Tablet und iTablet geprägt, iPad schaffte es direkt nach seiner Namensnennung auch kurz hinein – und flog dank mangelnder Begeisterung sofort wieder raus. Bald darauf avancierte hingegen iTampon zum geflügelten Wort. Auch erschien schon bald das passende Bild dazu. Last but not least meldete sich dann noch Fujitsu, das Unternehmen hatte bereits 2003 ein Gerät namens iPad auf den Markt gebracht, ein PDA mit integriertem Barcodescanner. Fujitsu will nun die eigenen Anwälte in den Kampf gegen Apple schicken. (Bilder zum iTampon und dem Fujitsu iPad befinden sich am Artikelende.)
  2. Aussehen/Format Vom Userinterface her ist das iPad ganz klar von Jonathan Ive gestalltet – also für uns Fans perfekt, auch wenn mir ein angepasstes Mac OSX deutlich lieber wäre. Doch ist der Rahmen viel zu breit (als wolle man das Display größer erscheinen lassen, als es wirklich ist). Letztendlich ist auch das Format furchtbar: vielleicht besser, um damit im Internet zu surfen oder Bücher zu lesen. Doch Filme anschauen wird kein Genuss werden.
  3. Kein Multitasking, keine Widgets/Sidebar Wohl größtes Manko. Man hat so viel Fläche, kann aber immer nur ein Programm offen halten. Als Ersatz gibt es auch keine Widgets, wären die doch perfekt für den Lock-Screen geeignet. Zudem könnte man sie im Windoof Vista-Stil in einer Sidebar immer am Bildschirmrand haben. Die Leistung des iPad sollte ausreichen. Doch die Leistung von Apples Wagemutigkeit nicht.
  4. Verzicht auf patentierte Techniken Wenn man die Patente begutachtet, die Apple in den letzten Wochen und Monaten angemeldet hat, dann ist das iPad eine pure Enttäuschung. Da gab es Anmeldungen wie Fernsehempfänger für den iPod, Apps, die sich nur bei Nähe zu bestimmten Orten oder Personen anzeigten und noch vieles Anderes. Die beiden größten Enttäuschungen bilden die beiden nächsten Punkte.
  5. Kein neues Energiesystem Ich habe mir zur Einstimmung zum Event den Livestream von CrunchGear angeschaut. Dort wurde ein Energiekonzept diskutiert, durch dass das iTablet in der Lage sein sollte, durch Sonnenenergie aufgeladen zu werden. Ich musste mir da einen schönen Sommertag vorstellen, wie ich in der prallen Sonne in einer Hängematte liegend, eine Cola in der Hand, mein iTablet bediene und dabei unbegrenzt Energie zur Verfügung habe. Pustekuchen. Auch unterstützt das iPad keine Ladevorgänge durch Induktionsenergie, sprich: man legt sein iPad auf eine spezielle Fläche, und von dieser wird dann Energie auf das iPad übertragen. Da meine Schule alles kauft, was von Apple ist, wäre klar: jeder Klassenraum bekommt eine Induktionsfläche. Ausgeträumt. Schade.
  6. Kein neues Bedienkonzept Zwei geniale Techniken hätte ich erwartet. Erstens, eine berührungsempfindliche Rückseite. Wenn ich im Netz surfe, ein Spiel spiele, etwas lese, dann stört es mich, mir selber die Sicht nehmen zu müssen, um das Gerät bedienen zu können. Wenn ich jetzt mit der Rückseite die Website scrollen/den Rennwagen beschleunigen/die Seite umblättern könnte, dann hätte ich nach wie vor freie Sicht auf die App. Die zweite Technik ist etwas spezieller: eine Oberfläche, die physikalische Beulen bilden kann. Beispiel: ich bekomme eine Push-Notification. Dis übliche, hässliche Alert-Message kommt hoch, und ich habe die bekannten zwei Buttons: angucken oder abbrechen. Nur: die Buttons haben Masse, die Message selbst hebt sich spürbar vom Hintergrund ab. Besonders für blinde User wäre diese Technik ein Grund, sich das Gerät zu kaufen, aber auch ich fände diese Art des Feedbacks genial.
  7. Anschlüsse Warum, Steve, kannst Du nicht für die Einhaltung von Anschlussstandarts sorgen. Als ich von Keynote für das iPad gehört habe, wurde ich erst mal hellhörig. Doch ich wurde enttäuscht. Nicht, dass die App nicht absolut arbeitserleichternd wäre, nein, ich müsste mir neben der 10$ teuren App auch noch für 40€ einen Adapter für VGA kaufen. Neben den 499$ für das Gerät (Preise in US-Dollar, Europreise werden wohl identisch sein). Will ich nun auch noch eine SD-Karte verwenden, darf ich noch mal 30$ auf den Tisch legen. Warum kann man das nicht gleich integrieren? Die Seite mit den Anschlüssen ist fast leer. Platz wäre vorhanden, warum also nicht?
  8. Fehlen einer Kamera Ich weiß nicht, ob eine Rückkamera beim iPad häufig genutzt werden würde. Das iPhone ist in diesem Punkt ganz verschieden: man hat es immer dabei, es ist klein, es ist der perfekte Fotoapparat. Das iPad ist groß, es ist sperrig, man nimmt es nicht einfach mal in der Hosentasche mit. Man braucht eine Tasche. Für ein Foto holt man gerne sein iPhone aus der Tasche und knipst es schnell. Das iPad ist dafür einfach nicht richtig. Doch verstehe ich nicht, warum man auf eine Frontkamera verzichtet. Videochat auf dem iPad, die Vision. Voicechat auf dem iPad, die Tatsache. Man sitzt mit dem iPad rum und surft. Dann bekommt man per Push eine Anfrage auf einen Videochat. Man bestätigt, und schon sieht man seinen Gegenüber. Fullscreen, 1024 mal 768. Wäre es nicht toll, wenn der Andere einen jetzt auch sehen könnte? Damit man ein anständiges Gespräch führen kann?
  9. Keine eBooks außerhalb der USA Der iBookstore hat nicht nur einen sperrigen Namen, er wird auch vorerst US-exklusiv sein. Durch die App iBooks soll das iPad der Mörder des Amazon Kindle werden. Da beim Lesen von eBooks kaum Rechenleistung gebraucht wird, kann man wohl die Laufzeit über den versprochenen 10 Stunden Videowiedergabe erwarten. Dank des Appstore kann man die Kindle-App downloaden und Bücher über diese lesen. Apple macht sich das eigene Geschäft kaputt, wenn Bücher außerhalb des USA nur über diese gelesen werden können, denn Amazon ist der direkte Konkurrent. Oder sorgt Amazon selbst für den Erfolg des iPad eben durch die Kindle-App? Als Reseller wäre das nicht mal schlecht für’s eigene Geschäft.
  10. Nächste Version wird erwartet Vieles deutet bereits darauf hin, dass der Nachfolger des iPad bereits in Planung ist. Hauptpunkt ist die Kamera-API, die Menüpunkte zum Aufnehmen eigener Fotos sind auch vorhanden, nur die Kamera fehlt. Wenn es bald einen besseren Nachfolger gibt, warum sollte ich dann jetzt schon kaufen?

Fazit: Lieber Steve, Deine Preisvorstellung von 499$ in Ehren, aber ich hätte lieber ein paar mehr Extras als einen übergroßen iPod touch mit 3G. Bitte, erfülle uns einen Wunsch und kündige bald das iPad Pro an. Mit Mac OSX!

Zugabe:

Dear AppleUnd hier noch die zwei Bilder zu 1.:

iTampon

iTampon

Fujitsu iPad

Fujitsu iPad



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  1. Antworten

    lalala :)

    06 März 2011 um 19:32

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    ich weiß nicht ob ipad oder ipod …. was du erzählst … sollte ich lieber einen ipod kaufen , oder?

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