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  schrieb am 17 Dezember 2009 um 14:35

PastryKit: Erstes offizielles Framework für Webapps

Wer die Bedienungsanleitung zum iPhone OS 3 sich auf seinem iPod anschaut, der bekommt eine ideale Webapp präsentiert, besser, als alles, das Google und Co. bislang anbieten. Woran liegt das?

Wenn man diese Seite in einem normalen Browser läd (dazu komme ich später) und sich den Quelltext anschaut, der findet folgenden Code im Header:

HTML:

  1. <!– PastryKit –>
  2. <link rel=“stylesheet” href=“dist/PastryKit-ug-compact.css”>
  3. <script type=“text/javascript” src=“dist/PastryKit-ug-compact.js”charset=“utf-8″></script>

Wer sich den Quelltext von Touch-Mania ansieht, der wird einige dieser Verlinkungen finden. Was ist also besonders an dieser?

Generell: Es wird zu Beginn ein Stylesheet, dann ein Script importiert. Und was sagt das nun aus? Das Apple ein eigenes Framework für diese Seite verwendet. Und dieses wurde bislang noch nie erwähnt. Der Code ist zwar aufgrund von Kompression schwierig zu lesen, doch einige Möglichkeiten hat John Gruber, der das Framework auch entdeckt hat, aufgezeigt:

[Aus dem Englischen übersetzt] PastryKit erfüllt alle drei der oben genannten Dinge – Ausblenden der MobileSafari Adressleiste, der Positionsleisten und die Bereitstellung vom Seitenwechsel mit Wisch-Effekt – indem das normale Scrollen deaktiviert und eine eigenen View-Hierarchie angelegt wurde.

Und genau das ist es, was PastryKit wirklich gut macht. Nicht besser, aber schneller als das von mir bislang bevorzugte jqTouch oder ein vergleichbares Framework.

Warum hat Apple das Framework also bislang nicht öffentlich gemacht? Es hätte eine Arbeitserleichterung für viele Entwickler dargestellt. Mir fällt nur Futterneid ein, niemand soll bessere Webapps schreiben können, als Apple das kann. Und besonders in der Zeit vor dem Appstore wäre das Framework dringend gebraucht worden.

Und wer jetzt bis hier hin mitgehalten hat, aber zu faul ist, das iPhone/den iPod aus der Tasche zu holen und die URL oben einzutippen, für den gibt es natürlich auch eine Möglichkeit, die Seite in Safari anzuzeigen: wenn man es noch nicht gemacht hat, aktiviert man das Entwickler-Menü (wer nicht weiß wie: googeln) und wählt dort “User-Agent -> Mobile Safari” aus. Wenn man die Seite nun besucht, sieht man sie wie auf dem iPhone. Und zu guter Letzt hat der Entdecker noch einen Screencast erstellt.

Was will Apple nun mit dieser Entwicklung bezwecken? Ich denke, es wäre overpowered, ein Framework nur für einen simplen Guide zu schreiben. Deshalb:

Ich hoffe, Apple erlaubt bald der Allgemeinheit, das Framework zu verwenden. Zudem wären iTunes LPs ein Verwendungszweck. Diese sind bereits mit Web-Techniken aufgebaut, die Inhalte könnte man auf diese Weise auch mobil verfügbar machen.

[via]



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