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  schrieb am 31 Dezember 2009 um 15:56

Dalai Lama fliegt aus dem App-Store

Wie viele andere Softwarefirmen, wie zum Beispiel Google, beugt sich Apple jetzt der Chinesischen Netzzensur. Denn Apple hat offenbar mindestens fünf Apps entfernt, die dem Dalai Lama gewidmet waren. Darunter Zitatesammlungen und eine virtuelle Dalai-Lama-Gebetsmühle. Der Grund dafür ist, dass der Dalai Lama sich für die Autonomie Tibets innerhalb der Volksrepublik China einsetzt, was von den Machthabern als Seperatismus bezeichnet wird.

Dass die Apps nicht zufällig entfernt wurden, beweist das gleichzeitige verschwinden einer weiteren App, die der uigurischen Menschenrechtsaktivistin Rebiya Kadeer gewidmet ist. Sie setzt sich für die Rechte der Uiguren in der Volksrepublik China ein, beides Themen von denen die Chinesische Regierung nichts wissen will. Weil Apple auch schon zuvor mit den chinesischen Behörden kooperierte und bestimmte Spiele in China nicht anbot, spekuliert ein chinesischer App-Entwickler, liege es doch nahe, dass Apple nun auch den Zugang zu bestimmten Anwendungen in China blockiert. Zumahl dar das Chinesische Internet schon starkt zensiert wird.

Apple reagiert auf Anfrage von “PC World” ausweichend: “Wir halten uns an lokales Recht. Nicht jede App ist in jedem Land zu haben” Apple wird sich verstärkt der Kritik ausgesetzt sehen, wie schon große Suchmaschinenbetreiber (darunter z.B. Google und bing), ohne Rücksicht auf moralische Verpflichtungen, China bei der Internetzensur behilflich zu sein, um ihre Marktposition in China zu sichern und/oder auszuweiten

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Autor: shutdownify

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