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  schrieb am 19 Juli 2009 um 21:11

Apple und die Push Notifications

Als Apple 2008 auf der World Wide Developers Conference (WWDC) mit dem iPhone OS 2.0 auch die Push Notifications ankündigte, war noch keinem klar, dass diese nicht wie angekündigt ein paar Monate, sondern fast ein ganzes Jahr später mit viel Verspätung Realität werden würden. Damals hiess es, die Push Notifications wären ihre Art von Hintergrundprozessen. Ein paar Monate nach der Eröffnung des AppStores sollten sie verfügbar sein. Seitdem wurden sie von Seiten Apples totgeschwiegen. Am 17. März war es dann (fast) soweit. Auf der Keynote zur Vorstellung des iPhone OS 3.0 wurde mit dem Satz “We are late on this one” versprochen, mit der 3.0-Firmware kämen auch die langersehnten Push Notifications. Und so kam es dann auch. In den ersten Beta-Versionen der 3.0-Firmware konnten die Entwickler bereits Anwendungen schreiben und testen, die Push nutzten. Ein paar Wochen später bekamen dann alle Entwickler eine Beta-Version von AP (Associated Press) Mobile und später auch eine von AIM, beide mit Push. Mit dem Release der 3.0 trudelten auch langsam die ersten Push-Apps ein, doch diese wurden von der AppStore-Kontrolle ein bisschen zurückgehalten, da anscheinend noch nicht alle Push-Server Apple’s bereit waren. Aber alles Warten hat ein Ende und so kamen nach ein paar Tagen die ersten Apps mit Push in den AppStore.

Doch sind die Push-Notifications auch nicht mehr als Popups, Badges und Sounds. Diese können weder skypen oder GPS-Daten loggen, noch können diese sonst irgendwie Aktivitäten imHintergrund betreiben. Auch braucht jeder, der ein Push-App betreibt unweigerlich einen Server, der dann den Apple-Servern sagen kann, diese sollen ein Popup oder eine Badge versenden. Viel sinnvoller wäre es, könnte jeder Entwickler seine Push-Infrastruktur auf den Apple-Servern laufen lassen, wie es bei Google Apps möglich ist. Doch die Push Notifications haben auch gutes, wie viele Instant Messengers und andere Apps eindrucksvoll demonstrieren. Dazu zählen zum Beispiel Programme wie Beejive, Prowl und Tap Tap Revenge. Doch für die Entwickler, die wirklich auch Push nutzen, bedeutet das zusätzliche, dauerhafte Serverkosten, die nicht durch einmalig verkaufte Apps auszugleichen sind. Das führt unweigerlich dazu, dass diese Entwickler irgenwann keine Gewinne mehr einfahren und somit ihre Pushdienste einstellen.

Gerade kostenlose Push-Apps haben es da schwer, da diese das “In-App-Purchase” nicht nutzen können, um die Serverkosten zu finanzieren. Die Entwickler, die Bezahl-Apps haben, könnten ihr Push in einem Abo-Modell monateweise vermarkten, eine Lite-Version könnte mit ein paar Test-Tagen verkauft werden, vorausgesetzt der Pushdienst läuft auf Basis der UDID. Doch wie können Entwickler nun ihre Apps realisieren, die einfach im Hintergrund laufen müssen, wie zum Beispiel ein GPS-Logger? Sie könnten ihr Programm über Cydia vertreiben, damit wäre das Problem mit dem Hintergrund gelöst. Doch nur etwa 10% der iPhone/iPod touch-Besitzer haben Cydia. Doch Apple könnte wenigstens beim iPhone 3GS in einer zukünftigen Firmware Hintergrundprozesse erlauben, genug Leistung wäre vorhanden. Doch Apple wird auf keinen Fall unbegrenzte Hintergrundprozesse erlauben. Viel wahrscheinlicher wäre eine festgelegte Anzahl von Programmen, die je nach Gerät variiert. So würde Apple wahrscheinlich dem 3GS und dem kommenden iPod touch maximal 3 Programme erlauben, obwohl diese auch 7 “ertragen” würden, der aktuelle iPod touch und das iPhone 3g könnten 2 Programme im Hintergrund laufen lassen und die ganz “alten” Modelle iPhone 2g/Classic und iPod Touch 1g eines. Doch das kann uns Jailbreakern herzlich egal sein, wir haben ja Backgrounder! (Wenn auch noch Beta…)

Was haltet ihr von den Push Notifications? Diskutiert in den Kommentaren!



Autor: charel

Seit der ersten Minute dabei. Gründer von Apfeltech. Twitter: @kruustyy Mail: charel@apfeltech.net

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